aebi-hus – Schweizerische Stiftung für Suchthilfe

Hintergrund

Hintergrund

Das aebi-hus wurde 1974 als eine der ersten Institutionen für stationäre Suchttherapie in der Schweiz gegründet. In den 30 Jahren seines Bestehens wurde das Konzept stetig weiterentwickelt und den sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen angepasst. Finanzierungspolitische Veränderungen seit den 1990er Jahren sowie eine breitere Angebotspalette mit kürzerer Therapiedauer und mit Methadon- und Heroinabgabeprogrammen führten zur Schliessung von verschiedenen etablierten Einrichtungen.

Das aebi-hus hat seinen Betrieb aus betriebswirtschaftlichen Gründen Ende 2004 eingestellt. Der Stiftungsrat verkaufte die Liegenschaften in Leubringen und richtete den Stiftungszweck neu aus.

Der Zweck ab 2010 soll dem aktuellen Bedarf entsprechen und nahe an der Lebenswelt von suchtbetroffenen oder suchtgefährdeten Menschen sein. Die aebi-hus Stiftung verzichtet seither auf die Führung einer eigenen Institution und richtet sich auf die Schnittstelle Suchtprävention und Weiterbildung aus, um dort innovative Ansätze zu entwickeln und zu fördern.

Historischer Abriss

1974 Betriebsaufnahme des Rehabilitationszentrums in der ehemaligen kantonalen Mädchenerziehungsanstalt Aebiheim in Brüttelen BE. Träger: Kantonalbernische Verein für kirchliche Liebestätigkeit (heute Stiftung Kirchliche Liebestätigkeit im Kanton Bern KLT)
1977 Eröffnung Zweitbetrieb im Maison Blanche in Leubringen BE in ehemaliger Kinderheilstätte
1979 Konzentration der Betriebe in Leubringen
1981 Gründung der Stiftung Drogenhilfe aebi-hus/Maison Blanche durch den Verein für kirchliche Liebestätigkeit und den Verein Maison Blanche (heute Stiftung Maison Blanche)
2004 Schliessung der Institution aebi-hus/Maison Blanche nach 30 Jahren stationärer Suchthilfe für über 1300 Klientinnen und Klienten
2005–2009 Sanierung der Stiftung, Verkauf der Liegenschaften. Ein neuer, zukunftsgerichteter Stiftungszweck wird definiert.
2010 Namens- und Statutenänderung: aebi-hus – Schweizerische Stiftung für Suchthilfe fördert Angebote im Bereich Suchtprävention für Jugendliche und Familien mit Kindern im Vorschulalter. Die Expertengruppe Weiterbildung Sucht EWS erarbeitet das operative Konzept und setzt das erste Mandat im Rahmen des neuen Stiftungszwecks um.
2011 Die erste PeerAkademie der Schweiz findet auf Initiative der Stiftung aebi-hus statt. In Genf eröffnet der erste Femmes-Tische-Standort der Romandie mit Unterstützung von aebi-hus.
2012
Die Stiftung aebi-hus wird Partner des nationalen Programms Jugend und Medien und setzt in diesem Rahmen eigene Theaterprojekte für Jugendliche um. In Yverdon-les-Bains öffnet der zweite Femmes-Tische-Standort der Romandie seine Türen. Zusammen mit Genf und dem zweisprachigen Standort Biel/Bienne ist ein kleines Netzwerk in der Romandie gewachsen.
2014 Die zweite PeerAkademie wird durchgeführt und damit der Fokus auf den Peer-Education-Ansatz weiter gestärkt.
2016
Die dritte PeerAkademie findet statt und das Netzwerk PeerWork Schweiz wird gegründet. Die Kooperation mit Femmes-Tische wird weiter geführt und gemeinsam der Aufbau von Gesprächsrunden für Männer angestrebt. Aebi-hus übernimmt die Koordination der Berner Vernetzungsgruppe zum Thema "Kinder aus suchtbelasteten Familien".
2017 In Zusammenarbeit mit der Swisscom wird das MedienTheater weiter geführt.